belgisches Bier im Fokus: Westvleteren blond

Kurz-Info:

Das Westvleteren blond ist im Vergleich zu den anderen Bieren aus der St. Sixtus Abtei ein sehr leichtes Bier, von dem man gerne auch mehrere Gläser trinkt. Die perfekt ausbalancierte Melange aus malzig-fruchtigen Anteilen im Antrunk, die im Abgang von einer charakteristischen, kräuterigen Hopfennote dominiert wird, dürfte viele Bierfreunde begeistern. Ähnlich wie die Überblendungen in einem Film tauchen Geschmacksnoten auf, die sehr weich und harmonisch von anderen abgelöst werden und das Westvleteren blond auf eindeutige Weise charakterisiert. Das geschieht bei jedem Schluck aufs Neue, so dass man sich tatsächlich darauf freut und alsbald, weil wieder leer, ein neues Glas einschenkt.

Ob das jedoch ausreicht, um die Westvleteren-Biere zu den besten (Trappisten-)Bieren zu küren, wie allenthalben von vielen Seiten immer wieder gebetsmühlenartig verkündet wird, sei dahingestellt. Mein Favourite unter den Trappistenbieren sind sie nicht. Doch wie immer ist Geschmack auch eine sehr individuelle Angelegenheit...

Steckbrief

  • Brauerei:
    Sint-Sixtus Abdij
    Donkerstraat 12
    B-8640 Westvleteren
    Tel.: +32 57 40 03 76
  • URL: http://www.sintsixtus.be
  • Füllmenge: 0,33l
  • Alkoholgehalt: 5,8%
  • Farbe: hell, klar
  • Schaumbildung: kräftig beim Einschenken, danach dünner Schaumteppich, der mit der Zeit abnimmt.
  • Trinktemperatur: 12 - 16°
  • Geschmacksnoten: Birne, Pfirsich, Bitter, Kräuter, Kandis, Toffee
  • weitere Produkte im Sortiment: Westvleteren 8, Westvleteren 12
Westvleteren blond

Geschmack:

Das Aroma kommt fruchtig daher und erinnert an Birne und Pfirsich. Leichte Hefe-Noten mischen sich dazu. Der Antrunk ist süß und ebenfalls durchsetzt mit Geschmacksnoten von Birne, Pfirsich, aber auch Kandis-Zucker und sehr subtilen Toffee-Noten. Recht rasch, schon beim Herunterschlucken, übernimmt aber die Bitterkeit des Hopfens, die Parallelen zu klassischen britischen Pale Ales aufkommen lässt.

Der Hopfenanteil erinnert an bittere Kräuter und dominiert schließlich im Nachgeschmack, wobei sich in die Bitterkeit leichte Zitrusanteile schleichen. Der Grad an Bitterkeit ist jedoch eher mittelmäßig und nicht zu kräftig. Beide Pole – die malzig, fruchtige Süße im Antrunk und der herbe, bittere Abgang – sind harmonisch perfekt ausbalanciert. Nachdem die Süße ihren Auftritt hat, übernimmt die Bitterkeit des Hopfens ohne der Süße die Show zu stehlen und umgekehrt. Beide Geschmacks-Pole gehen so organisch ineinander über ohne isoliert für sich zu stehen. Mit seiner beständig-perlenden Kohlensäure kommt das Westvleteren blonde zudem frisch und süffig daher.

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